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02.10.2019

VBE: Neue Stellen bedeuten leider kein neues Personal

Haushaltsentwurf 2020 im Schulausschuss

„Es ist nur folgerichtig, dass eine Landesregierung, die weltbeste Bildung will, diese auch im Haushalt als Schwerpunkt setzt. Insgesamt ist die Ausweitung der Stellen und die Erhöhung des Bildungshaushaltes zu begrüßen, jedoch ist die Ausgestaltung zu hinterfragen. Neue Stellen im Haushalt bedeuten leider heute noch kein neues Personal. Einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Seiteneinsteigenden zu legen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ressourcen und Modalitäten für eine zwingende Vorqualifizierung sind nach wie vor notwendig, scheinen aber in den Überlegungen keine Rolle zu spielen. Der Lehrkräftemangel ist auch mit einer langfristigen Perspektive zu sehen, insofern muss die Ungerechtigkeit der Bezahlung der Lehrkräfte endlich aufgehoben werden, um langfristig bestausgebildetes Personal für beste Bildung zu erhalten. Lehramtsstudierende von heute sind die Lehrkräfte von morgen“, erklärt Stefan Be hlau, Landesvorsitzender des VBE NRW.

„Dass die Neuausrichtung der schulischen Inklusion haushälterisch einen Schwerpunkt bildet, ist nur allzu verständlich. Hier ist die Landesregierung gefordert, diese Stellenausschreibungen auf dem Papier auch in reale Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal umzuwandeln“, sagt Behlau.

„Die Lehrkräfte an allen Schulformen brauchen aufgrund des hohen Personalmangels jetzt Entlastung. Diese scheint im Haushalt nicht ausreichend verankert zu sein“, erklärt der VBE-Landesvorsitzende.

Zudem lassen die Veröffentlichung und Umsetzung des Masterplans Grundschule noch auf sich warten. Der Masterplan Grundschule muss dringend eine Aufstockung und notwendige Entlastung des Personals beinhalten. „So sollte zum Beispiel der bereits begonnene Weg des Stellenausbaus für Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase an den Grundschulen weitergeführt werden. Die Fachkräfte unterstützen unsere Grundschulen, die bereits einen Personalnotstand haben, der die Bildungsarbeit erschwert. Wir brauchen beste Bildung von Anfang an“, sagt der VBE-Landesvorsitzende.

Den dringenden Ausbau der Stellen für Schulpsychologie begrüßt der VBE NRW.

Weiterführende Informationen:

Der VBE reichte 36.000 Unterschriften für A13/EG13 für alle Lehrkräfte aller Schulformen ein. Aktuell verteilt der VBE Strafzettel für die Bildungspolitik, um auf den Stillstand in der Frage nach gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit hinzuweisen.

 


Pressemitteilung 69-2019
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11.12.2019
VBE: Inklusion ist die Aufgabe aller Schulformen

Die aktuell vom Schulministerium veröffentlichten Daten geben einen Einblick in die Ausgangslage der Neuausrichtung der Inklusion. Für die Umsetzung der Inklusion ist zunächst eine Bündelung der Ressourcen vorgesehen. Nach den vorgelegten Daten ist an 786 weiterführenden Schulen das Gemeinsame Lernen zum Schuljahr 2019/20 eingerichtet worden. Schwerpunktmäßig wurden Haupt-, Real, Sekundar- und Gesamtschulen Schulen des Gemeinsamen Lernens.

06.12.2019
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03.12.2019
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„Ein klarer Abstand zu den Spitzenreitern und weit entfernt von Chancengerechtigkeit – die Ergebnisse spiegeln die Bildungspolitik wider und sind nicht überraschend. Wir hoffen, dass PISA ein Ansporn für mehr Engagement und weniger Sonntagsreden ist. Helfen würde die Stärkung aller Schulformen. Der Fokus der Bildungspolitik liegt zu sehr auf den vermeintlich höchsten Schulabschluss“, erklärt Stefan Behlau, Landesvorsitzender des VBE NRW, anlässlich der heute vorgestellten PISA-Ergebnisse.

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